Udon. Weil… Udon.

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Die Soße ist etwas umständlich, ich stelle das Rezept allerdings trotzdem rein, weil ich finde, dass Essen vom Vortag immer ne zweite Chance verdient hat. Und in ein anderes Gewand gesteckt… Lässt sich daraus noch mal n fancy Kram machen.

Gestern gab es ne Kartoffel-Lauch-Suppe (Eine Kartoffel, eine kleine Zwiebel, ne halbe Stange Lauch, eine Knoblauchzehe, Salz, Pfeffer, pürieren nach 20 min kochen, fertig). Und der letzte Rest davon… stand heut traurig im Kühlschrank. Weil die Soße sämig und fest war, hab ich n Glas Wasser drauf gegeben, nen ordentlichen Schwung Sojasoße und gehackten Koriander. Zacki, schon war es leicht „asiatisch“ angehaucht. Den Soßenkram beiseite gestellt, jetzt erklär ich kurz, wie man schnell und leicht ne ganze Pfanne mit zauberhaften Udons macht. Variiert ruhig die Zutaten. Am allerbesten eignet sich so was für die leicht angedellten und angetrockneten Gemüsereste ausm Kühlschrank.

 

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Ich hab die Erfahrung gemacht, dass für eine Person zu kochen äußerst leicht ist, weil ich einfach von allem die Anzahl 1 nehme. Eine Zwiebel, eine Handvoll Kräuter (frisch), ein Päckchen Udons, eine Handvoll Reis, etc.

Heute also ein Beispiel für ein Ein-Personen-Essen mit Resten und Udons:

  • 1 Kräuterseitling
  • Eine Zwiebel
  • Eine Handvoll in Würfel geschnittener Tempeh
  • 1 EL Sesamöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Handvoll Frühlingszwiebeln
  • 1 Handvoll Koriander
  • 1 große Tasse voll „Soße“ (die sämigen Überreste der Kartoffelsuppe)
  • 1 Päckchen Udons
  • viel Sojasoße (entsprechend eurer Marke, ich habe dunkle, aber nur leicht salzige Sojasoße, darum hab ich viel davon genommen.)
  • Schärfe nach Wahl: Chiliflocken, Cayennepfeffer oder z.B. Sambal Oelek.
  • Saft einer Zitrone oder Limette, als Ausgleich zu Schärfe und dem leicht bitteren Pilzgeschmack

 

How to:

Udons gibt es ganz frisch im Kühlregal in asiatischen Supermärkten, halbfrisch eingeschweißt ebendort oder trocken in auch konventionellen Geschäften. Ich entscheide mich immer für die halbfrischen, da sie lange haltbar sind, bereits für eine Person abgepackt, günstig (ca. 70 Cent in Deutschland) und sich mir immer so zauberhaft einfach präsentieren, wenn ich nicht weiß, was ich kochen soll. Sie brauchen ca. 2 Minuten im Kochwasser und das überzeugt mich an faulen Tagen.

Pfanne auf Herd. Herd an. Neutrales Pflanzenöl rein. Erst die harten Sachen, dann der Rest. Beginnt immer mit der Zwiebel. Also,… fast immer. Außer, ich sage was anderes.

Zwiebel in Streifen, Tempeh in Würfel, Kräuterseitling in kürzere Streifen von ca. 2 cm. Alles zusammen ordentlich anbraten. Nudeln kurz in heißes Wasser knallen. Kurz. Ne Minute reicht völlig.

Solltet ihr euch für ne schärfere Variante entscheiden, ist jetzt n guter Zeitpunkt. Getrocknete Kräuter und Chiliflocken z.B. sind super, wenn sie zu Beginn leicht mit angebraten werden. Knoblauch auch erst n bisschen später mit in die Pfanne, der verkohlt schnell.

Das hat jetzt nur n paar Minuten gedauert, darum: N Schluck Wasser trinken oder bisschen Sojasoße mit in die Pfanne oder kurz nen Kaffee machen.

Udons mit in die Pfanne, die Soße drüber, Wasser dazu, falls nötig. Die Soße ist relativ schnell wieder sämig geworden (nach ca. 1 Minute), darum: Wasser. Einkochen lassen. Sojasoße, Zitronensaft, Sesamöl.

Herd aus, Koriander und Frühlingszwiebeln drüber. Fertig.

Genießen. Mit Liebe und nem Lächeln und n bisschen scharf und sauer und schlonzig.

Love your leftovers!

 

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